Der italienische Politiker stellte an der Spitze einer rechtskonservativen Koalition, zu der auch die Nachfolgepartei der Neofaschisten zählt, von 2001 bis 2006 den italienischen Regierungschef. Davor machte er eine glänzende Karriere in der Wirtschaft, bei der er den größten, nicht an der Börse notierten Konzern Italiens aufbaute - mit Hilfe mehrerer Korruptionsmaßnahmen gegenüber Behörden und Richtern, für die er aufgrund seines politischen Feldzugs gegen die italienische Justiz und günstiger Verjährungsfristen nicht mehr belangt werden konnte. Als umstritten galt seither in der europäischen Öffentlichkeit die Konzentration politischer und wirtschaftlicher Macht in der Person eines Ministerpräsidenten, dessen Führungsstil bisher keinen Zweifel an seinem Willen daran gelassen hat, seine Medien- und politische Macht auch persönlichen Interessen unterzuordnen...
